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Pilgerwege

Jakobsweg - Etappe von Brakel bis Bad Driburg

Pilgerwege• Teutoburger Wald
  • Logo des Jakobsweges
    / Logo des Jakobsweges
    Foto:Katja Krajewski, Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter mbH
  • Katholische Pfarrkirche St. Michael
    / Katholische Pfarrkirche St. Michael
    Foto:Stadt Brakel
  • Kloster auf der Brede, Brakel
    / Kloster auf der Brede, Brakel
    Foto:Frank Grawe, F.Grawe, www.klosterregion.de
  • Ehemaliges Kapuzinerkloster Brakel
    / Ehemaliges Kapuzinerkloster Brakel
    Foto:Frank Grawe, F.Grawe, www.klosterregion.de
  • Auf dem Jakobsweg kurz nach Brakel
    / Auf dem Jakobsweg kurz nach Brakel
    Foto:Katja Krajewski, Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter mbH
  • Auf der Emder Höhe
    / Auf der Emder Höhe
    Foto:Katja Krajewski, Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter mbH
  • Blick auf Alhausen
    / Blick auf Alhausen
    Foto:Katja Krajewski, Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter mbH
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bad Driburg
    / Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bad Driburg
    Foto:Bad Driburger Touristik GmbH, Bad Driburger Touristik GmbH
Karte / Jakobsweg - Etappe von Brakel bis Bad Driburg
0200400600mkm246810121416Kath. Pfarrkirche St. Michael

Diese Etappe des Jakobsweges führt die Pilgerer zunächst durch Wohngebiete aus der Stadt Brakel hinaus. Weiter geht es über Feldwege in westliche Richtung. Der weitere Teil der Strecke führt vorwiegend durch Waldgebiet auf die Emder Höhe und von dort relativ steil bergab zur Ortschaft Alhausen. Hat man den Ort durchquert, ist ein steiler Ansteig zu überwinden, bevor man durch den Gräflichen Park die Innenstadt von Bad Driburg erreicht.
mittel
16,2km
5:00
305 m
213 m
alle Details
In Brakel, der ehemaligen Hansestadt mit ihrem historischem Stadtkern, beginnt diese Etappe des Pilgerweges. Die Stadt liegt in einem weiten Tal mitten in der Klosterregion Kulturland Kreis Höxter. Seit 1974 ist die Kernstadt als Luftkurort staatlich anerkannt. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und erkunden Sie die alte Hansestadt mit ihren Kulturdenkmälern und malerischen Winkeln.

Neben dem Kloster auf der Brede zeugt in Brakel das ehemalige Kapuzinerkloster von der alten Klostertradition. Durch die «Aussaat des göttlichen Wortes» sollten die Kapuziner, die 1645 nach Brakel kamen, zur Erneuerung des katholischen Glaubens beitragen. Die Stadtväter, die wegen des Verlustes der entsprechenden Hausstätten Steuerausfälle fürchteten, sträubten sich lange, den Mönchen das für die Errichtung eines Klosters gewünschte Areal zu überlassen. Erst neun Jahre später konnten die Bauarbeiten beginnen.
Als Erstlingswerk des berühmten Barockarchitekten Johann Conrad Schlaun gilt die Klosterkirche, ein schlichter Saalbau mit wohlproportionierter Fassade, der zwischen 1715 und 1718 entstand. Nach der endgültigen Aufhebung des Klosters (1833) zunächst von beiden Konfessionen genutzt, ist sie seit 1912 wieder im Besitz der Kath. Kirchengemeinde St. Michael Brakel. Im einstigen Konventgebäude befindet sich heute das Caritaszentrum.

Von Brakel führt der Weg zunächst durch Wohngebiete aus der Stadt hinaus. Weiter geht es über Feldwege - mit herrlichem Blick auf die auf einer 282 m hohen Bergkuppe gelegenen Hinnenburg - zunächst Richtung Norden bis der Pilgerweg auf den Kreiswanderweg Höxter trifft. Von hier geht es in westlicher Richtung, zunächst durch eine schöne Allee, dann vorwiegend durch waldreiches Gebiet zur Emder Höhe. Wer hier im April oder Mai unterwegs ist, der wird als erstes den Duft des Bärlauchs wahrnehmen, der hier im Wald in rauen Mengen wächst. An einigen Stellen ist der ganze Waldboden mit den so charakteristischen weißen Blüten bedeckt.

Nach einem kurzen Stück auf der Verkehrsstraße führt der Weg wieder in ein Waldgebiet und dann relativ steil hinab nach Alhausen, dem Geburtsort des berühmten Arztes und Dichters Friedrich Wilhelm Weber. Sein Geburtshaus - ein aus dem Jahr 1793 stammendes Vierstände-Fachwerkhaus - beherbergt heute ein dem Dichter gewidmetes Museum.

Hat man den Ort durchquert, sollte man sich noch einmal umdrehen und einen Blick zurückwerfen. Aus der schönen Aussicht auf die Ortschaft Alhausen und Umgebung kann man Kraft schöpfen für den kurzen steilen Anstieg (bis 15 %) in Richtung Bad Driburg.

Am Wildgehege vorbei führt der Weg in den Gräflichen Park. Hier wurde im Sommer 2009 der einzig öffentlich zugängliche "Piet Oudolf Garten" in Deutschland eröffnet. Es ist ein ganzjährig blühender Staudengarten aus mehreren hundert verschiedenen Pflanzen, der mit seinen geschwungenen Beeten, Raseninseln und schmalen Wegen als kleines Stück Wildnis erlebt werden kann.

In Bad Driburg können Sie in aller Ruhe die müden Füße ausruhen - im Park, in einem der vielen Cafés oder Restaurants oder in der Driburg Therme. Über der Stadt thront weithin sichtbar die Iburg mit frühmittelalterlichen Wallanlagen, mittelalterlicher Burgruine sowie dem Kaiser-Karls-Turm und gibt einen Ausblick auf die nächste Etappe des Pilgerweges in Richtung Paderborn.

Autorentipp

Der Eintritt in den Gräflichen Park Bad Driburg ist kostenpflichtig. Mit offiziellem Pilgerausweis muss dieser aber nicht bezahlt werden. Nutzen Sie die Gelegenheit und schauen Sie sich in aller Ruhe um: der Gräfliche Park zählt zu den schönsten Landschaftsgärten Deutschlands und beherbergt den einzigen öffentlichen "Piet Oudolf Garten" in Deutschland.

Anfang August verwandelt sich die Altstadt Brakels in einen bunten Markt. Dann findet hier die größte Innenstadtkirmes im Weserbergland - der Annentag - statt. Sonntags gedenkt man bei einer Prozession des religiösen Ursprungs des Festes - der Verehrung der heiligen Anna.

Schwierigkeitmittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
305 m
133 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Streckentour
Etappentour
aussichtsreich
kulturell / historisch
Geheimtipp

Sicherheitshinweise

Auf der Emder Höhe führt ein kurzes Wegestück entlang der Kreisstraße. Bitte hier besonders vorsichtig sein.

Auf Grund eines steilen Abstieges kurz vor Alhausen empfehlen wir festes Schuhwerk. 


Ausrüstung

Zwischen Brakel und Alhausen gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Nehmen Sie ausreichend Proviant mit.

Weitere Infos und Links

Stempelstelle in Brakel: Pfarrkirche St. Michael
Stempelstelle in Bad Driburg: Pfarrkirche St. Peter und Paul

www.kulturland.org

Start

Kloster auf der Brede, Brakel (133 m)
Koordinaten:
Geogr. 51.719060 N 9.184420 E
UTM 32U 512739 5729808

Ziel

Bad Driburg

Wegbeschreibung

Der Weg ist durchgehend ausgezeichnet. Wir empfehlen zusätzlich die Nutzung von Karten.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Bahnhof Brakel. Weiter zu Fuß Richtung Innenstadt.

Immer wissen, was fährt: Die Schlaue Nummer für Bus und Bahn in NRW 01803 504030 (Fahrplanauskünfte für 0,09 € / Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 € / Min.)

Anfahrt:

A33, Abfahrt Paderborn-Zentrum, Höxter, Bad Driburg, weiter auf der B64 bis Brakel, dann dem Parkleitsystem folgen (P9)

Parken:

Parkplatz am Gymnasium Brede (P9)

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

"Jakobswege - Wege der Jakobspilger in Westfalen", Band 8; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.), J.P. Bachem Verlag, ISBN 978-3-7616-2380-0

Kartenempfehlungen des Autors

Kulturland Kreis Höxter (Nordteil) - Wanderkarte NRW 1:25.000. Herausgeber: Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, 7,95 €, ISBN 3-89439-281-9Eggegebirge (Nordteil) - NRW.Wanderkarte 1:25.000. Herausgeber: Geo Center Touristik Medienservice GmbH, 7,95 €, ISBN 978-3-936184-72-3

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Schwierigkeitmittel
Strecke16,2 km
Dauer5:00 Std.
Aufstieg305 m
Abstieg213 m

Eigenschaften

aussichtsreich

Statistik

: Std.
 km
 m
 m
Höchster Punkt
 m
Tiefster Punkt
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