Rundwanderweg Nr. 3 durch das Brakeler Bergland von Brakel über Istrup, Schmechten, Riesel zurück nach Brakel.

  • Start: Parkplatz Nr. 9 am Bredenweg in Brakel
  • mittel
  • 22,19 km
  • 7 Std.
  • 359 m
  • 264 m
  • 134 m
  • 40 / 100
  • 40 / 100

Beste Jahreszeit

Dieser gut 22 km lange Rundwanderweg ist sehr abwechslungsreich und bietet neben viel Natur einen kurzen Einblick in einen Teil der Brakeler Geschichte, interessante Dörfer und historische Höhepunkte.

Der Rundwanderweg Nr. 3 beginnt in Brakel auf dem Bredenplatz.  Man überquert den Bredenweg und gelangt durch die Stadtmauer in den historischen Stadtkern und auf den Kirchplatz.  Etwa 850 Jahre lang – war der Platz Begräbnisstätte. Daran erinnern das 6,50 m hohe spätgotische Steinkreuz mit dem Crucifixus aus Sandstein und die spätgotische Kirchhofslaterne.

 

Vom Kirchplatz der St. Michael Pfarrkirche kommt man in die Thystraße. Mit der nach Osten anschließenden Königstraße bildete sie die ursprüngliche westöstliche Verkehrsachse der Stadt. Die Thystraße weitet sich vor der Kircheninsel zu einem Platz, dem Thyplatz. An dessen Nordseite stand im Mittelalter die Burg des Geschlechtes der Herren von Brakel, die für den Bischof von Paderborn und benachbarte Klöster Herrschaftsrechte im Ort ausübten. Der Platz vor der Burg, „Thy“ genannt, war historisch der erste zentrale Platz und diente als „Thing“, d. h. als Ort der Gerichtsversammlung im stadtherrlichen Gericht. In Höhe des stattlichen Fachwerkhauses „Zur Meierei“ von 1763 erhob sich das höchste Tor der Stadtbefestigung, das Thytor. Es wurde mit den übrigen Stadttoren 1803 zu Beginn der preußischen Herrschaft abgebrochen.

Nach dem Überqueren der Nieheimer Straße gelangt man zum Feuerteich. Der Straßenzug Gänseanger ist heute eine repräsentative Straße. Den Anger erwarb die Stadt 1428 vom Hochadeligen Freiweltlichen Damenstift Heerse (Neuenheerse). Er wurde ab 1900 nach und nach parzelliert und mit stattlichen Häusern bebaut. Der Bohlenweg führt durch den Westerlindensiek nach Flechtheim.

 

Wenn der Weg den Rustenberg hinauf links den Waldrand erreicht, bietet sich eine weite Sicht über den Brakeler Talkessel: auf den Hinnenburger Wald mit dem Schloß Hinnenburg im Nordosten, hinter dem sich die Kuppe des Köterberges erhebt.  Nach Süden geht der Blick über den Sudheimer Wald auf das Plateau der Hegge nördlich von Auenhausen und Hampenhausen.

Ca. 100 m weiter steht im Waldwinkel am Wege unter einer alten Linde ein barocker Bildstock. Rechts neben dem Bildstock ragt ein Kreuzstein, aus dem Boden. Nach der Überlieferung waren Bildstock und Kreuzstein ein wichtiger Markierungspunkt der Gemarkungsgrenze von Brakel, Istrup und Riesel.

 

Der Weg führt nun sanft bergab ins Tal der Aa. Ist das Waldstück durchquert, fällt der Blick auf die Gebäude des Rustenhofes. Das ältere Gebäude auf hohem Sockel wurde von den Asseburgern als Witwensitz erbaut. Zum Rustenhof gehört die kleine Bartholomäuskapelle diesseits der Eisenbahn.

Der Weg führt an der Brakeler Muschelkalkschwelle vorbei. Hier hat sich die Aa bis in die unter dem Muschelkalk liegende Schicht des Oberen Bundsandsteins, den Röt, eingegraben, was an der Rotfärbung der Ackerböden erkennbar ist. Hier stößt man auch auf einen typischen Quellhorizont im Muschelkalk.

Der Weg überquert die Bahnstrecke Altenbeken – Holzminden und die Umgehungsstrecke der B 64 und gelangt nach Istrup. Aufgrund des Ortsnamens mit der Endung –trup kann der Ursprung der Ortschaft in den Zeitraum der Besiedlung unseres Raumes durch die von Norden vorrückenden Sachsen (7. – 8. Jahrhundert) datiert werden. Die Bartholomäuskirche hat neben dem in barockem Stil gestalteten Inventar auch noch eine besondere Kostbarkeit "Die Madonna im Strahlenkranz".

Die Heimkehrerkapelle am Rande von Istrup wurde 1966 von Männern aus dem Dorf als Zeichen des Dankes für ihre Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg und aus der Kriegsgefangenschaft errichtet.

 

Nun beginnt der Wanderweg durch den Staatsforst nach Schmechten zum „Herster Pilz“ und anschließend zum "Metbrunnen". Das Wasser des  "Metbrunnens" wurde in den vergangenen Jahrhunderten gern getrunken und vielfach gepriesen. Weil das Wasser der Quelle angeblich Honigsüße schmeckte wie Met.

Bald wird das Dorf Schmechten erreicht. Es kann auf fast 1150 Jahre Geschichte seit seiner ersten Erwähnung in dem Güterverzeichnis des Klosters Corvey aus der Zeit um 968 zurückblicken. 

Mittelpunkt des Dorfes ist die 1908 im neoromanischen Stil erbaute Kirche, die den Aposteln Jakobus und Philippus geweiht ist. In ihrer gedrungenen, festungsartigen Gestalt fügt sie sich mit ihren kräftigen Türmen harmonisch in das Landschaftsbild ein.

Auf dem Weg nach Riesel wird das Triftholz durchquert. Am östlichen Waldrand bietet sich ein überraschendes Bild des weiten Brakeler Talkessels und seiner Randhöhen. Die Kapelle, im Volksmund „Rieseler Kapelle“ genannt, ist wie die Inschrift auf dem Sandstein über der Tür in lateinischer Sprache kundtut, eine Marienkapelle.

Der Weg nach Riesel verläuft streckenweise auf einem grasigen Alleeweg mit zum Teil altem Baumbestand und führt den Mühlenberg hinunter ins Dorf. Dieses liegt im Tal der Aa, wo es sich ins Nethetal weitet. Der Name des Ortes wird vom Namen des starken Bachs abgeleitet, der früher „Riesele“, heute Aa genannt wird.

 Der Rückweg nach Brakel führt am Hang des Knuttenberges hinauf, überquert die Eisenbahnschienen und führt auf dem Rieseler Prozessionsweg durch den Siek zum Westerlindenkreuz. Über den bereits bekannten Bohlenweg gelangt man wieder in die Kernstadt und zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz am Bredenweg, zurück.

 

 

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Wegpunkte der Route

Brakel

Kaiserbrunnen und Kurpark Brakel

Die Quelle am Kaiserbrunnen ist z. Zt. geschlossen.   Der Kaiserbrunnen Brakel ist eine staatlich anerkannte Heilquelle. Der Eisen-Säuerling des Brunnens zeigt Heilerfolge bei Nierensteinleiden, Erkrankungen der Harnwege, Blutarmut und Gicht.

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Brakel

Jüdischer Friedhof in Brakel

Wie die Bestattung erfolgt auch die Pflege der jüdischen Gräber überaus schlicht. Die den Toten erwiesene Ehre soll sich nicht durch Blumen oder anderen Grabschmuck, sondern vielmehr durch Andenken im Herzen der Angehörigen äußern.

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Brakel

Das Speicherhaus in Brakel

Das Speicherhaus stammt aus dem Jahre 1821. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und umgenutzt.

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Brakel

Sommer-Bad Brakel

Drei Becken und eine Rutsche laden um Besuch ein.

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Brakel

Stadthalle Brakel

Das Veranstaltungszentrum im Grünen

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Brakel

Hinnenburg bei Brakel

Die Hinnenburg ist noch heute in Privatbesitz und kann daher nur von außen besichtigt werden.

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Brakel

Annenkapelle in Brakel

Die Heilige Anna wird als Mutter Marias verehrt. Anna ist die Heilige der Eheleute, der Kaufleute und der Bergleute.

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Brakel

Kath. Pfarrkirche St. Michael in Brakel

Der heilige Michael ist der Schutzpatron der Stadt Brakel.

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Brakel

Hallenbad Brakel, Bäder-Team

Das Hallenbad in Brakel wird in 2020 vorzeitig geöffnet.  Weitere Fragen beantwortet Herr Gehle von der Stadt Brakel 0 52 72 - 360 13 11.

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Brakel

Die Rolandsäule am Marktplatz in Brakel

Die Rolandsäule ist Zeichen der Marktgerechtigkeit, d. h. eine Marktsäule, an welcher während der Markttage die Marktfahne und Marktkreuz angebracht wurden. Sie diente auch als Pranger mit Halseisen.

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Brakel

Alte Waage Brakel

Steinhaus mit gotischem Treppengiebel. Erbaut von den Rittern von Modexen um 1350. Heute befindet sich in der "Alten Waage" der Ratssaal, das Stadtarchiv und ein Ausstellungsraum.

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Brakel

Rathaus Brakel, Am Markt

Rathaus mit Ratskeller

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Brakel

Brunnen auf dem Marktplatz in Brakel

Die Bronzefiguren zeigen Begebenheiten aus der Brakeler Märchen- und Sagenwelt.

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Brakel

Haus des Gastes / Tourist Information Brakel

Im Haus des Gastes befindet sich die Tourist-Information, das Trauzimmer der Stadt Brakel, die Volkshochschule, das Jugendmusikwerk und das Stadtmuseum Brakel.

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Brakel

Kapuzinerkirche, Ostheimer Straße in Brakel

Der heute noch zu umgehende Klosterbezirk entstammt dem frühen 14. Jh., bereits 1303 wird das Heilig-Geist-Hospital urkundlich erwähnt und 1306 offiziell vom Paderborner Bischof der Stadt Brakel geschenkt.

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Brakel

Stadtmuseum Brakel

Das Stadtmuseum ist zur Zeit geschlossen.

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Brakel

Bibel-Pfahl 42

Bibel-Pfahl 42 - Bibel-Stele

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Brakel

Ehemaliges Pfarrhaus

Das ehemalige Pfarrhaus ist heute Pfarrheim und wird gerne von der Dorfgemeinschaft für kleinere Veranstaltungen genutzt.

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Brakel

Pfarrkirche St. Bartholomäus

Es wurden immer wieder Umbaumaßnahmen durchgeführt, bis sie das heutige Aussehen hatte.

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Brakel

Krawinkels Kreuz

Das Kreuz steht auf dem Feld der Familie Krawinkel unterhalb der Heimkehrer-Kapelle.

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Brakel

Friedenseichen

Zwei alte Eichen rahmen die Bank mit Ausblick auf Istrup ein.

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Brakel

Bartholomäus Kreuz

Weißes Kreuz am Hohlweg

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Brakel

Heimkehrer Kapelle

Die Heimkehrerkapelle steht am Löwenberg an der Heinrich Balzer Straße. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf Istrup.

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Brakel

Winklers Kreuz

Winklers-Kreuz Inschrift: „Überall in der Natur findest du des grohsen Gottes Spur. Doch willst du ihn am gröhsten sehn, musst Du zu seinem Kreuze gehen.“

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Brakel

Metbrunnen bei Brakel-Schmechten - z. Zt. außer Betrieb

Die Quelle ist ein Eisensäuerling, dem Heilanzeigen bei Nierenleiden, Gicht und Magengeschwüren bescheinigt werden. Eine Kur sollte aber zuvor mit dem Hausarzt abgestimmt werden.

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Brakel

Bibel-Pfahl 05

Bibel-Pfahl 05 - Stempelstation

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Brakel

Parkplatz P1 (Feuerteich) in Brakel

Parkplatz am Feuerteich

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Brakel

Rieseler Kapelle

Die "Rieseler Kapelle" ist eine Marienkapelle.

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Allgemeine Informationen

Informationen
  • Einkehrmöglichkeit
  • Rundweg
Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt auf dem Parkplatz 9 am Bredenweg in Brakel.

Man überquert den Bredenweg Richtung Innenstadt und gelangt durch eine Öffnung in der Stadtmauer in den historischen Stadtkern.

Vom Kirchplatz kommt man in die Thystraße. Auf der Thystraße geht man rechts, überquert die Nieheimer Straße und gelangt zum Bohlenweg . Der Bohlenweg führt durch den Westerlindensiek nach Flechtheim.

Der Weg geht den Rustenberg hinauf, führt sanft bergab ins Tal der Aa, durch den Holzgarten und überquert die Umgehungsstrecke der B 64. Über die vierbogige Brücke über die Aa, erreicht man die Mitte von Istrup. Von der Dorfstraße zweigt nach rechts die Johannes-Allerkamp-Straße ab, die bergan zum Rand des Staatsforstes Spitzenberg führt.

Nun beginnt der Wanderweg durch den Staatsforst Schmechten. Bald wird das Dorf Schmechten erreicht.

Auf dem Weg nach Riesel wird das Triftholz durchquert und den Mühlenberg hinunter ins Dorf geführt.

Der Rückweg nach Brakel führt am Hang des Knuttenberges hinauf, überquert die Eisenbahnschienen und führt durch den Siek zum Westerlindenkreuz. Über den Bohlenweg gelangt man wieder in die Kernstadt und zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz am Bredenweg, zurück.

Ausrüstung

Fernglas

Anfahrt

Autobahn A 44 (Dortmund-Kassel), Ausfahrt Warburg auf die Ostwestfalenstraße 252 Richtung Brakel

Von Paderborn über die Bundesstraße B 64 bis Abzweig Brakel

Ostwestfalenstraße 252 von Lemgo kommend die 1. Abfahrt, von Warburg kommend die 3. Abfahrt Brakel. Auf die Nieheimer Straße bis zur 1. Kreuzung, dort links auf den Bredenweg. Der Parkplatz ist auf der linken Seite.

Parken

Parkplatz Nr. 9, Bredenweg in Brakel

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus und Bahn

Literatur

Rundwanderweg Brakeler Bergland

Karten

Stadt- und Wanderplan Brakel

Weitere Informationen

Tourist-Information, Am Markt 5, 33034 Brakel / Telefon-Nr. 05272 - 360 - 1250

tourist-info@brakel.de

www.brakel.de

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