Gräflicher Park Bad Driburg

64 Hektar zum Genießen und Erleben

Weitläufigkeit und Ruhe strahlt der 64 Hektar große Landschaftspark des Gräflichen Kurbades Bad Driburg mit seinen über 800.000 Planzen aus. 1782 von Graf Caspar Heinrich von Sierstorpff mit der Gründung des Kurbades angelegt, zählt der Gräfliche Park zu den schönsten Parkanlagen Deutschlands. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: Für die Erhaltung und stetige Weiterentwicklung der Parkanlage erhielt Ramona Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff im Jahr 2001 den Bundespreis der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur. Zu den Ehrungen der jüngsten Vergangenheit gehören 2018 der große Denkmalpreis der Stiftung der Deutschen Burgenvereinigung. Der Gräfliche Park ist zudem Ankergarten der Europäischen Gartenroute (EGHN), die nur wenige herausragende Gärten aufnimmt.

Der Landschaftspark beeindruckt mit weit geschwungenen Wegen, gepflegten Rasenflächen, verschiedensten blühenden Themengärten, einem Ententeich und Wildgehege sowie mit teils 240 Jahre alten Baumbeständen. Die natürlich vorkommenden Mineralheilquellen und das Naturmoor machen den Gräflichen Park zudem zum Anlaufpunkt für Gesundheitssuchende. Abgerundet mit sehenswerter Kunst und kulturellen Veranstaltungen bietet der Gräfliche Park seit Jahrhunderten eine Oase für Körper, Geist und Seele.

 

  • Öffnungszeiten:

    April - Oktober
    08:00 - 18:00 Uhr

  • Park- & Stadtführung

    Täglich auf Anfrage |  individuell zusammengestellt
    Weitere Informationen hier.

     

  • Eintritt:

    Erwachsene 5,- €
    Kinder bis 14 Jahre und Gäste mit Kurkarte haben freien Eintritt

    Die Hälfte des Eintritts kann im geöffneten Caspar´s Restaurant als Verzehrgutschein eingelöst werden.

     

Naturerlebnis & Blütenpracht

Besonderes eindrucksvoll ist die halbjährlich wechselnde Beet-Bepflanzung, die mehr als 200.000 Pflanzen umfasst und sich rund um die Logierhäuser zieht.

Tulpenblüte

der erste Höhepunkt des Jahres

Als erstes erwachen Ende März die rund 60.000 Tulpen aus ihrem Winterschlaf und tauchen den Gräflichen Park in ein wahres Blütenmeer. Neben besonders großen, exotischen oder sehr seltenen Sorten sind auch solche verpflanzt, die über die Zeit ihre Farbe ändern und so den Park Woche für Woche in ein neues Gewand kleiden.
Darüber hinaus können sich Besucher auf die rund 120.000 bestehenden Zwiebeln aus vergangenen Jahren freuen, die auch in diesem Frühjahr Tulpen, Krokusse, Hyazinthen und vieles mehr hervorbringen.

Piet Oudorf Garten

An der Gestaltung des Gräflichen Parks werden regelmäßig Künstler und Landschaftsarchitekten beteiligt. So findet man hier seit 2009 mit dem "Piet Oudorf Garten" einen der wenigen öffentlich zugänglichen Gärten des niederländischen Gartenarchitekten in Deutschland. Es ist ein ganzjährig blühender Staudengarten aus mehreren Hundert verschiedenen Pflanzen, der mit seinen geschwungenen Beeten, Raseninseln und schmalen Wegen als Park im Park und als kleines Stück Wildnis erlebt werden kann.

Lilienwiese, Rosen- & Heckengarten

Ungemein reizvoll ist der hinter den Brunnenarkaden gelegene Bereich mit dem Hecken- und Rosengarten sowie der anschließenden Lilienwiese.

Bereits 1932 legte der Gartendesigner Peter Coats, der für seine englischen Gärten berühmt ist, den Rosengarten mit zentral gelegenem Monopterus an. Mit tausenden Rosen verschiedenster Sorten und Farben schuf er einen romantischen Ort, der bis heute zum Träumen und Verweilen einlädt.

Auf der Rückseite der Brunnenarkaden schuf die britische Künstlerin Angela Conner aus schützenden Hainbuchenhecken mit Bänken in kleinen Nischen ein intimes "Gartenzimmer", mit Blick auf den Ying-Yang-Brunnen. Die sich anschließende Lilienwiese steht immer im Juli in voller weißer Blüte.

Gesundheitsanwendungen im Gräflichen Park

Der Gräfliche Park ist aufgrund seiner parkeigenen Heilquellen und der Moorteiche seit Jahrhunderten Anlaufpunkt für Gesundheitssuchende. Vom wohltuenden Moorbad, über Kohlensäure-Mineralbäder bis hin zu Trinkkuren der Heilquellen können Sie hier Ihrem Körper nachhaltig etwas Gutes tun.

 

Kunst & Kultur im Gräflichen Park

Irrgarten mit begehbarer Skulptur "Kopf und Körper"

Ab 2011 wurde der Gräfliche Park durch einen Irrgarten aus Eibenhecken ergänzt. Im Mittelpunkt des Labyrinth steht die begehbare Skulptur »Kopf und Körper« des Künstlers Michael Sailstorfer - ein hölzerner Kopf, der in die Landschaft schaut und aus dem heraus der Besucher selbst wiederum in die Landschaft schauen kann. Die Aussicht von dort auf die sanften Höhenzüge des Teutoburger Waldes ist auf jeden Fall sehenswert.

Ying-Yang-Wasserspiel im Heckengarten

Hinter den Brunnenarkaden ließ Gräfin Ramona einen beweglichen Brunnen der britischen Bildhauerin Angela Conner installieren. Umringt von schützenden Hainbuchenhecken entstand ein intimes "Gartenzimmer" mit Bänken in den Nischen und Ausblick auf das Wassermobile. Allein durch die Kraft des Wassers bewegt, hat der Ying-Yang-Brunnen auf Beobachter des Wasserspiels etwas sehr Beruhigendes und Meditatives. Ziel war es, den Betrachter zum Innehalten zu animieren.

Kurkonzerte und kulturelle Veranstaltungen

Für musikalische Unterhaltung sorgt ganzjährig ein Musik-Ensemble, das am Nachmittag bei schönem Wetter in der Konzertmuschel, sonst in den Brunnenarkaden für Sie spielt (täglich außer donnerstags, am Wochenende zusätzlich am Vormittag). Die Spielzeiten finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Um das kulturelle Erbe Bad Driburgs lebendig zu halten und weiterzuentwickeln, wurde 2007 die Diotima Gesellschaft gegründet, die regelmäßig zu Lesungen, Konzerten, Theateraufführungen und Kunstprojekten einlädt. Die Veranstaltungen der Diotima-Gesellschaft finden Sie hier.

  • Kontakt:

    Gästeservice-Center des Gräflichen Parks
    Tel.: 05253 95 23 700
    Fax: 05253 95 23 205
    Webseite: www.graeflicher-park.de

  • Anfahrt:

    Brunnenallee 1
    33014 Bad Driburg

Bad Driburgs berühmte Gäste verewigt

Auf Spuren von Adeligen und bekannten Persönlichkeiten

Friedrich Hölderlin

und seine „Diotima“ Susette Gontard

Hölderlin verbrachte 1796 gemeinsam mit der Bankiersgattin Susette Gontard mehere Wochen in Bad Driburg - die vielleicht schönste Zeit seines Lebens und für seine Schaffenperiode von großer Bedeutung. Die herrliche Landschaft, die Gespräche mit Gästen der oberen Gesellschaft und seine innige Beziehung zu Susette Gontard, die Hölderlin in seinen Werken als "Diotima" verewigt, finden sich in seiner Dichtkunst wieder.

Als Hommage an Hölderlin erinnert der Hölderlin-Hain mit Gedenkstein und Bronzestatur sowie die ihm zugewandte "Diotima-Insel" im nahegelegenden See an diesen berühmten Gast. Die Diotima schaut von der kleinen Insel sehnsüchtig über den unüberwindbaren See zum Hölderlin-Hain - symbolisch für die unerfüllte Liebe zwischen der Bankiersgattin und dem Dichter.

Zur Erinnerung an Hölderlins Aufenthalt wurde 2007 die "Diotima Gesellschaft" gegründet, die das kulturelle Leben in Bad Driburg fördert.
 

Übrigens:

2020 feiern wir das Hölderlin-Jubiläumsjahr, das dem 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins gedenkt.

Annette von Droste-Hülshoff

An die Aufenthalte von Deutschlands größter Dichterin, Annette von Droste-Hülshoff, erinnert im Gräflichen Park das Drostehaus mit der Gedenktafel. Sie besuchte oft ihre Familie im nahegelegenen Brakel, wo sie ihr Onkel, Baron von Haxthausen, mit einem bedeutenden Dichterzirkel bekannt machte, dem unter anderen auch die Gebrüder Grimm angehörten. Die Dichterin war zeitlebens von kränklicher Natur, weshalb sie mehrfach in Bad Driburg einen erholsamen Kuraufenthalt verbrachte. Diese Zeit prägte stark ihr dichterisches Schaffen.

Als Hommage wurde ein Wanderweg nach der Dichterin benannt, der die Stätten ihres Aufenthaltes verbindet. Den Annette-von-Droste-Hülshoff-Weg finden Sie hier.

Friedrich Wilhelm Weber

Die Büste des bekannten Heimatdichters, ein Werk des Künstlers Mazotti von 1934, steht heute im Rosengarten des Gräflichen Parks. Sie erinnert an den bekannten Sohn der Stadt, der mit seinem Epos "Dreizehnlinden" als Heimatdichter weit über die Stadtgrenzen hinaus Bekanntheit erlangte. Die Büste trägt die Aufschrift: "Dem Arzt, dem Dichter, dem Bürger".

 

Auch Jacob Wilhelm Heinse, Johann Kaspar Lavater oder in jüngster Zeit Otto Graf Lambsdorff, Jette Joop oder Elmar Wepper sind berühmte Gäste des Gräflichen Moor- & Mineralheilbades. Königin Beatrix der Niederlande ist Bad Driburg ebenfalls eng verbunden. 1962 lernte sie hier ihren späteren Ehemann, Claus von Amsberg, kennen.